Besuch bei den Warao Indianern

Das Orinoco-Delta liegt im Osten Venezuelas. Hier teilt sich der Fluß Orinoco in ein 40000 großes Wasserlabyrinth, um seine riesigen Wassermassen von 18000 /sek. in den Atlantik zu spülen. Zwischen unzähligen Armen und Kanälen, die in einem Wirrwarr miteinander verbunden sind, liegen Inseln und Inselchen aus Schwemmgut.
Im oberen Delta findet man auf den Inseln dichten Regenwald und Landwirtschaft. In den Niederungen des Deltas, zum Atlantik hin, finden wir an den Ufern der Inseln Mangrovenwälder, und dann weiter landeinwärts Palmenhaine (Moriche). Das Orinoco-Delta ist die Heimat der "Warao"-Indianer. (übersetzt: die auf dem Booten lebenden). Die Warao Siedlungen bestehen aus Reihen von Pfahlbau-Hütten die im Wasser vor den Inseln erbaut wurden. Sie sind durch Stege miteinander verbunden. Die gesamte Aktivität, sowie der Handel spielen sich auf den Booten ab.


Orinoco


Tiger-Welse aus dem Orinoco-Delta
pseudoplatistoma tigriinum

Die Moriche-Palme ist der Lebensbaum der Waraos. Aus dem Holz werden die Pfahlbauten und die Stege erstellt. Aus den Fasern der Blätter werden die schönsten Körbe und Hängematten geflochten. Aus den Früchten der Moriche-Palme wird eine Art Brot, aber auch andere Speisen erstellt.
Als Proteinspender dienen schließlich noch dicke Maden, die sich in verfaulten Moriche-Stämmen niederlassen und von den Waraos als großer Leckerbissen angesehen werden.

Außer Tiger-Welsen und Süßwasserdelphinen, kann man auch eine große Anzahl von exotischen Vögeln im Delta beobachten.


Moriche Palme
mauritia flexuosa


Warao Indianerin beim Korbflechten

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ORINOCO DELTA